Der Gelenkknorpel sorgt dafür, dass die Knochen reibungsarm aufeinander gleiten können. Mit zunehmender Belastung, nach Verletzungen oder durch genetische Veranlagung kann der Knorpel geschädigt werden.
Arthrose Grad I: Der Knorpel wird zunächst weicher und verliert seine glatte Oberfläche.
Arthrose Grad II: Es entstehen kleine Risse, die mit der Zeit tiefer werden.
Arthrose Grad III: Der Knochen unter dem Knorpel reagiert auf die veränderte Belastung und wird härter. Der Knorpel wird dünner. An den Gelenkrändern bilden sich neue Knochenanbauten, sogenannte Osteophyten.
Zusätzlich kann sich die Gelenkinnenhaut entzünden und vermehrt Gelenkflüssigkeit produzieren. Dadurch kommt es zu Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen (Aktivierte Arthrose).
Arthrose Grad IV: Schliesslich, wenn der Arthroseprozess ungebremst weiter fortschreitet, kommt es zu totalem Knorpelverlust über Teilbereichen eines Gelenkes und es bilden sich sogenannte Knorpelglatzen
Arthrose ist deshalb kein reiner Verschleiß, sondern eine Erkrankung des gesamten Gelenks aus Knorpel, Knochen, Gelenkkapsel, Bändern und Muskulatur.“
Der Pathomechanismus des Arthroseprozesses
Verlust der Knorpelhomöostase
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- Chondrozyten produzieren weniger Matrixbestandteile.
- Abbauende Enzyme (MMPs, ADAMTS) nehmen zu.
- Knorpeldegeneration
- Verlust von Proteoglykanen.
- Erhöhter Wassergehalt.
- Fibrillation und Rissbildung.
- Subchondraler Knochenumbau
- Sklerosierung.
- Mikrofrakturen.
- Knochenmarkläsionen.
- Synoviale Entzündung
- Niedriggradige chronische Entzündung.
- Freisetzung von Zytokinen wie IL-1β und TNF-α.
- Osteophytenbildung
- Reparaturversuch des Gelenks.
- Vergrößerung der Gelenkfläche.
Arthrose bedeutet nicht zwangsläufig Schmerzen. Viele Menschen haben deutliche Arthrose im Röntgenbild und kaum Beschwerden. Die Schmerzen entstehen vor allem durch:
- Entzündungen der Synovia,
- Knochenmarködeme,
- Kapselspannung,
- Muskelverspannungen und
- Überlastung angrenzender Strukturen.
Deshalb zielen moderne Therapien nicht nur auf den Knorpel, sondern auf die Funktion des gesamten Gelenks ab.